Veröffentlicht in Tagebuch

Tagebuch 27.12.

Die Weihnachtszeit ist überstanden.
Vorbereitungen, Familie, ihr kennt das. da bleibt nicht viel Raum für Anderes.

Ich habe immerhin die Seite 258 erreicht. Nicht viel, doch es wird.
Ich finde es nicht leicht, die letzten Seiten zu schreiben. Eva und Jan für immer zu entlassen, ist hart.

Für die Neugierigen unter euch … Hier doch ein paar der letzten Sätze.  😛

»Bist du immer so ein Morgenmuffel?« Ich schlüpfte in die Jeans, wobei ich ihren anmutigen Bewegungen beim Überstreifen des T-Shirts zusah.
»Nein, ich bin morgens gut gelaunt«, erklang ihre Stimme unscharf hinter dem Stoff. »Diese Ungewissheit, was daheim los ist, verdirbt mir die Vorfreude auf das Zypressenhaus.«
»Komm zu mir kuscheln. Gemeinsam kann uns nichts mehr aus der Bahn werfen.« Ich trat einen Schritt auf sie zu und Eva fiel mir um den Hals. Weinte sie? Mit dem Zeigefinger hob ich ihr Kinn an, sah ihr sanft in die Augen und küsste die Rinnsale von ihren Wangen. »Wir werden sehen«, flüsterte ich ihr zu.
»Ach Jan, das sind Tränen der Freude, dich bei mir zu haben.«
»Bitte nicht weinen, sonst fange ich auch gleich an« schluchzte ich. »Zwei heulende Gäste im Frühstücksraum. Die Gesichter des Personals stelle ich mir lieber nicht vor.«

© Dinah Herbst

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