Toskana

© Dietmar Hesse Meine Geschichte aus der Anthologie „Sommer und noch mehr.“ Ich saß im Zug nach München, um mich mit Autoren zu treffen. Es sollte in die Toskana in einen Arbeitsurlaub gehen. Durch die frühe Abreise aus Hamburg war ich müde, schloss die Augen und war schnell eingenickt. Im Abteil ertönte die Durchsage: »Nächste weiterlesen…

Der Wettkampf

© Dietmar Hesse In der Badewanne liegend bearbeitete ich die Sohlen mit dem Bimsstein der holden Ehefrau. Sie mochte keine Hornhaut, egal wo! Lächelnd dachte ich, auch nicht auf meiner Seele! Die Sonnen schien mir direkt in die Augen und blendete gewaltig. Ich Depp hatte vergessen, den Vorhang zuzuziehen! Nach einem Blick zur Uhr stieg weiterlesen…

Tanz im Bauch

© Dietmar Hesse Am Abend kam ich in der großen Stadt an und betrat gegen neun die Hotel-Lobby. Die Dame an der Rezeption war scheinbar zu Scherzen aufgelegt. »Benötigen Sie einen Internet-Zugang?« »Gerne, ist der kostenpflichtig?« »Ja, der kostet …« Sie sah mich prüfend an, schaute auf den Monitor, dabei raunte sie … »Nichts!«

KW 49 | Bettina Betty Kiraly Kay nominiert von Medusa Mabuse

„Ich bin schon auf der Zielgeraden für Weihnachten. Wie sieht es bei dir aus?“, frage ich über meine Schulter, während ich die letzten Lebensmittel aus den Einkaufstüten im Kühlschrank verstaue.
Adrian greift an mir vorbei nach einer Packung Wurst, reißt sie auf und steckt sich eine Scheibe in den Mund. „Willst du auch, Süßer?“, fragt er als Antwort auf meinen strengen Blick. weiterlesen…

Weihnachtshäppchen – zweiter Teil

Chandler sah sich in dem Haus, in dem Willow aufgewachsen war, um. Es wirkte warm, einladend und behaglich und stand daher in krassem Widerspruch zu Willows Erzählungen. Chandler warf einen Blick zu seiner Freundin, die an einem der geschmückten Fenster stand, hinaus in die Nacht stierte und verzweifelt versuchte, ihre Schwester zu erreichen. weiterlesen…

KW 48 | Medusa Mabuse nominiert von Marlies Borghold

Mein Name ist Fiona, mein Aufenthaltsort: eine zwei mal zwei Meter große Holzkiste. Ich bin nicht freiwillig hier, doch es ist auch nicht das erste Mal, dass ich mich in solch einer Situation befinde.
Meine Familie ist reich. Sehr reich sogar. Mein Ur-, oder war es der Ururgroßvater, spielt ja auch keine Rolle. Na jedenfalls ist der, als er jung war, auf eine Goldader gestoßen. Er war geschickt und hat viel Geld gemacht. Außerdem war er ein Geizkragen, aber das kam letztlich seinen Nachkommen zugute. weiterlesen…

Weihnachtshäppchen – Erste Geschichte

Kaiser, König, Weihnachten
Toni konnte es nicht ertragen, dieses Getue um Weihnachten, und schaltete den Fernseher aus. Als wenn so ein Schokoladenweihnachtsmann, ob lila oder bunt, ein einziges Kinderlachen hervorlocken könnte! Als wenn man jetzt nur noch tonnenweise Plätzchen backen, tausende Weihnachtsmärkte besuchen und zig Hektoliter Glühwein trinken würde! weiterlesen…